20.11.2017 Von: Schwarzwälder Bote

Auftakt im Sitzungssaal geglückt

Es war ein gelungener Auftakt, das erste Konzert der Musikakademie VS in Zusammenarbeit mit der Bürger­stiftung im Schwenninger Rathaussaal.


Ein gelungenes Konzert wurde im Schwenninger Rathaussaal geboten. Für Qualität sorgten Frank Scheuerle, Benjamin Skolny, Daji Jiuu, Felicitas Nerlich, Jürgen Härtenstein und Stephan D. Weisser. Fotos: Kouba

VS-Schwenningen. Gitarren, Mandolinen und Posaunen begeisterten das Publikum von drei bis 80 Jahren. Oberbürgermeister Rupert Kubon empfing jeden Gast persönlich und begrüßte launig das Auditorium und wies auf die Historie hin. Man befände sich in einem Gebäude, das explizit als Rathaus erbaut wurde. Architekt Hans Herkommer habe in den Zwanziger Jahren auch für die expressionistische Ausstattung des Saales mit seinen farblichen Aspekten und den Fenstern der Gewerbetreibenden gesorgt, Zeichen des Bürgerstolzes. Aus gleicher Zeit stammten auch die Stühle, auf denen die Konzertbesucher Platz nehmen konnten.

Als Präsident der Bürgerstiftung freute sich der OB über das Zustandekommen der Veranstaltung. Angetan vom Konzert, das unter dem Motto "What a wonderful World" hätte stehen können, trug die Fördervereins-Vorsitzende Sabine Streck bei: "What a wonderful music – wir lieben die Musik und wir lieben Villingen-Schwenningen."

In der Tat wurde ein ansprechendes Programm geboten. Frank Scheuerle (Mandoline), Daiji Jiuu (Mandoline/Gitarre) und die Gitarristen Benjamin Skolny, Jörgen Härten­stein und Stephan D. Weisser sowie die Posaunisten Florian Möhrle, Simon Sträßle, ­Johannes Markhart, Jannik Hoffmann und Lucas Kienzler unter Leitung von Christof Mössmer boten ein farbenreiches Programm. Besonders effektvoll kam das Andantino von Fernando Sor herüber, interpretiert durch das sicher spielende Gitarrenensemble und die pompösen Fernposaunen, die von der Empore ertönten. Zum Auftakt war ein Arrangement für Zupfinstrumente des berühmten Pachelbel-Kanons zu hören, gefolgt von wechselnden Besetzungen mit einem Trio von Olof Nälsund, dem "Forest Gump Theme" (Alan Silvestri) oder rassigen, lateinamerikanischen Klängen. Beachtliches boten auch die jungen Posaunisten, die das Publikum erfreuten und Chef Gerhard Wolf zum zehnjährigen Amts-Jubiläum gratulierten.

Oldies genauso beliebt wie Telemann-Konzert

Oldies wie "Whitefield Blues" oder "What a wonderful world" kamen genauso gut an wie ein Telemann-Konzert oder die Beatles-Erinnerung "Hey Jude". Der "Posaunen Expresso" ging gekonnt flott-poppig mit vorwärts drängendem Rhythmus, akzentuierter Basspassagen und markanten Zäsuren ab – ein Swing-Shuffle des Zeitgenossen Eberhard Budziat.


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